Sonntag, 22. Juni 2014

Vegan training and racing

Vom Büro direkt ins Training

Mehr geht kaum noch. Die letzten Wochen vor dem Ironman in Frankfurt habe ich das Training nochmal richtig angezogen.

Training

Bevor es 1,5 Wochen vor dem Rennen in die sogenannte Taper-Phase geht, werden also nochmal kräftig Kilometer gesammelt. Sehr "Rad-lastig" habe ich so in der 3. Woche vor dem Ironman fast 17h auf dem Rad gesessen.
Zwischen 100km und 160km, gepaart mit einer Koppeldisziplin Schwimmen (vor dem Rad) oder Laufen (nach dem Rad) haben mich ganz schön viel Kraft gekostet und haben natürlich an den Alltag ganz besondere Voraussetzungen gestellt.

Zeitfahren mit 60min Test
Ich hatte ja schon bei Planung der Saison gewusst, dass diese Saisonphase intensiv wird, also habe ich bereits zu Beginn des Jahres Urlaub für diese Woche genommen. Der Trainingsplan und der Feiertag "Fronleichnam" mit anschließendem Brückentag hat dann ergeben, dass ich gerade mal 1,5 Tage Urlaub benötigt habe.

Um nicht einfach nur leere Kilometer abzuspulen, wurde im Training stets auch auf Intensität geachtet. Will heißen: Es waren alles keine wirklich lockeren Kilometer. Entweder bin ich schön bergig gefahren oder im Flachen wurde immer auf die Watt-Zahl geachtet um renn-spezifische Belastung zu trainieren.

Gegen Freitag und Samstag wurde ich immer müder und musste mich wirklich zum Training motivieren. Da hilft es schon sehr wenn der Vereinskollege anruft und man gemeinsam die nächsten 150km in Angriff nehmen kann. Vor allem wenn der Kollege so richtig Druck auf dem Rad hat :-)

Ironman-Swim
Auch stand mal ein Testschwimmen über die Ironman-Distanz an (also 3,8km). Ich wollte mich schon gar nicht in den Neoprenanzug pressen, aber was sein muss.... also ab ins Warmfreibad und 3,8km schwimmen und ich war während der Einheit ganz überrascht das es doch besser läuft als noch zu Hause auf der Couch gedacht :-)

Essen

Viele haben mich gefragt, wie ich mich auf dem Rad oder im Rennen ernähre und wie besonders in dieser intensiven Wochen die Ernährung ausfällt.

  • Oatmeal

Als Frühstück hat sich das Oatmeal sehr bewährt. Das verträgt sich super leicht, lässt sich durch Obst ergänzen und gibt richtig Power für die nächsten Stunden. 
Ich weiche entweder über Nacht einfach Haferflocken (kernige und "zarte" Haferflocken), Amaranth-Pops und Chia-Samen in Hafermilch/Reismilch oder Sojamilch ein. 
Oder ich werfe alles morgens zusammen und gebe es für 3min in die Mikrowelle. 
Dazu Pfirsische, Erdbeeren, Bananen, oder was sonst so da ist. Ein paar Datteln und schon ist das Power-Frühstück fertig.



  • Salat mit Brot/Brötchen

Nachmittags und Abends gibt es immer einen großen Salat, gerne mit Tahini-Dressing (Tahini/Sojasoße/Wasser). Dieses Dressing ist aber leider ein wenig fettig. 
Ich liebe im Moment die Mischung Rucola/Romana Salat, dazu Basilikum, Tomaten und was es sonst noch so alles gibt (auf dem Bild noch Pistazien). 

Dazu um satt zu werden kommen - sonst gibts das ja eigentlich nicht - im Moment auch Brötchen, Brot, Baguette usw. auf den Tisch. 






  • Pizza

Jetzt fragt Ihr Euch bestimmt: Wie Pizza???
Ich liebe vegane Pizza. Also einfach Pizza ohne Käse. 
Ich habe im Aldi die Pizza zum selbstbacken gekauft. Und war restlos begeistert. Der Teig ist super und die Tomatensoße auch. Wenn man nach 6h Training heim kommt und innerhalb von 3 Minuten die Pizza vorbereitet hat - und die dann nur noch 12 Minuten (perfekte Duschzeit) zum Backen braucht, was gibts besseres? Dazu den Salat - yeah!!


  • Sticky Rice

Kennen gelernt haben wir den Sticky-Rice (Klebreis) in Thailand. Dort wird Sticky Reis als Süßspeise angeboten. Ich koche den gerne hier nach, und es ist einfacher als man denkt: Klebreis waschen (bis das Wasser klar ist) und dann 12h einweichen. Danach in den Dampfgarer und 25min garen lassen.

Danach mit Obst (am Besten Mango!!) und einer süßen Soße (Kokosmilch mit Kokoszucker, Agavendicksaft) genießen!

Ernährung im Training

Viele Fragen mich nach meiner Wettkampf- und Trainingsernährung.

Während ich mich im Wettkampf auf Energie-Gel (natürlich abgeklärt dass es auch zu 100% vegan ist) und Wasser konzentriere, kann man im Training natürlich wesentlich mehr ausprobieren. 

Anfangs des Jahres war ich immer mit Bananen und Datteln im Training unterwegs. Beim Laufen stets ohne Ernährung, habe ich mir auf dem Rad einfach eine Hand voll Medjool-Datteln und ein paar Bananen eingesteckt. Datteln funktionieren sehr gut, kleben allerdings - gerade wenns warm wird - in der Trikottasche. Bananen sind super einfach zu essen, benötigen allerdings relativ lange, um "anzukommen".

Da gilt es einfach relativ früh mit Essen anzufangen, um die Energie auch dann zu haben, wenn sie benötigt wird.

Im Moment bin ich mit Energieriegeln unterwegs. Ich liebe diesen Aktiv3 Reisriegel Himbeere, den könnte ich ständig essen. Dazu gibts als Belohnung noch einen Clif-Bar :-) Ein richtiger Kuchen zum mitnehmen! Auch wenn man es nicht glauben mag - der Clif-Bar ist vegan. Großartige Sache!

Zum Trinken nehme ich mir Flaschen mit Saft-Schorle mit. Im Moment habe ich Traubensaftschorle dabei. Die ist süß, hat mächtig Power und schmeckt super. Nicht so sauer wie z.B. Orangensaft usw...

Wie viel?

Hitzerennen in Maxdorf
Naja wie viel man essen oder trinken muss ist von Person zu Person unterschiedlich. 
Ich orientiere mich im Rennen an 1g/Kohlenhydrat pro kg. Also so ca. 74g. Im Training nehme ich etwa die Hälfte davon zu mir. 
Zum Trinken gibts eine einfach Lösung seinen Bedarf herauszufinden: 
Vor dem Training einfach mal wiegen und nach dem Training auch. Wenn man Flüssigkeit zu sich genommen hat (oder auch abgelassen hat) dann gilt es diese Menge zu berücksichtigen.

Damit habt Ihre Eure Schweißflussrate herausgefunden. 
Bestenfalls testet Ihr unter verschiedenen Wetterbedingungen und Trainings-Intensitäten. 
Diesen Flüssigkeitsverlust gilt es auszugleichen.


Vegi-Regi von Caroline Rauscher!
Wenns ganz hart war!!
http://www.nutritional-finetuning.com/

Alles getan

Das Training ist somit nun (fast) abgeschlossen. Der Ironman kommt jeden Tag bedrohlich näher und jetzt gilt es auszuruhen. 
Da ich nach dem Training eh nur noch am Liegen und Essen bin, muss ich also diesen Zustand nur noch beibehalten. 

Leider verpasse ich dadurch fast die komplette Fußball-WM, ich kann einfach nicht wach bleiben :-)



Also Wetter und Obst genießen und ab Mitte nächster Woche die Füße richtig ruhig halten!!
Der Ironman kommt. 

Train Smart and GoVegan!



Freitag, 13. Juni 2014

Raw till four. On my way to Ironman European Championship Germany



Der Sommer ist endlich da. Und mit dem Sommer geht es auch in großen Schritten auf das Saisonhighlight: Ironman Frankfurt am 06.07.2014.
3,8km Schwimmen, 180km Rad und 42,2 Laufen.


Mein drittes Rennen über eine solche Distanz und trotzdem - ich kanns mir eigentlich nicht vorstellen das tatsächlich zu machen.
Die Selbstzweifel sind da, schaffe ich das? Habe ich genug trainiert? Bin ich körperlich und vor allem mental fit genug mich diesem Rennen zu stellen?

Antworten soll die Vorbereitung und darin eingebundene Rennen bringen.

Hachenburg Team Triathlon

Mussbach. Viel Kampf aber auch "anständiges" Rennen
Mein erstes Rennen verläuft vielversprechend. In Mussbach kann ich meine Bestzeit der letzten Jahre um 3 Minuten unterbieten und lande bei einem hervorragend besetzten Rennen ganz akzeptabel. Eine Woche später in Maxdorf erwischt mich dank brütender Hitze ein absoluter Hammer: Ich bin völlig Dehydriert. Warum und weshalb sollte erst meine spätere Analyse ergeben, dazu schreibe ich nochmal einen extra Bericht "Triathlon Hitze Rennen" (coming soon).


Glücklich über die riesige Melone als Zielverpflegung (Spiegelt sich links oben in der Brille :-)

Wie läuft die Vorbereitung auf das Ironman-Rennen werde ich immer öfter gefragt, je näher der Wettkampf im Kalender auf mich zukommt (fast spürbar erdrückend schnell).
Ich habe meine Kilometer auf dem Rad gesammelt. Gegenüber der letzten Jahre habe ich wesentlich mehr auf Intensität anstelle von "Kilometerfressen" geachtet.

Mussbach vor dem Start
Mein Radrennen im Rahmen vom TeamTriathlon in Kusel und auch die Performance in Mussbach sind schon so wie ich mir das vorgestellt habe, die Wattwerte die ich mir vorgenommen hatte konnte ich genau wie gewünscht erbringen.

Es warten nun - da noch 3,5 Wochen bis zum Ironman anstehen - wirklich harte Trainingseinheiten auf mich und ich bin sehr gespannt, wie sich die Form nochmal zuspitzen lässt. Einheiten wie 4.000m Schwimmen auf Zeit und direkt im Anschluss 5h Rad sind nun Normalprogramm. Da heißt es viele Bananen und Datteln zu bunkern.

Raw till four - Roh bis um Vier

So lässt sich die Ernährung in meiner Ironman-Vorbereitung beschreiben. 
Bananen, Sojamilch, Kokoswasser, gefrorene Erdbeeren!




D.h. ich ernähre mich bis 16-17 Uhr rohvegan und am Abend gibt es gekochtes Essen. Ich achte im Moment sehr auf ausgeglichenes Essen, etwas mehr pflanzliches Protein (damit sind natürlich nicht Eiweisspulver o.ä. gemeint). 

So starte ich morgens immer mit einem großen Bananen-Shake (ca. 8-10 Bananen, Datteln, Erdeeren oder Himbeeren, usw.). 






Erdbeeren im Büro

Mittags gibt es Erdbeeren mit Mango (schon fast seit 3 Wochen). Ich kann diese Kombination nicht widerstehen. 
Banane (unten), Mango-Erdbeere-Mango-Erdbeere.... So lecker!!!!!
Am Abend gibt es im Moment regelmäßig Kichererbsen. Ich liebe diese Dinger. Ich nehme hierzu die fertig vorgekochten aus der Dose (selbst kochen dauert Ewigkeiten!!) und röste die in der Pfanne mit ein wenig Olivenöl an. Dazu Salat, Tomaten, Kartoffeln, Nudeln, o.ä. 



Ich versuche immer, so fettarm wie möglich zu bleiben (wobei mir dieses Teufelszeug Tahini das wirklich nicht leicht macht). 






Dazu versuche ich immer, so viel wie möglich (wenns die Zeit erlaubt) selbst zu kochen und zubereiten. Also wie z.B. die schon mal beschriebenen Zucchini Burger, hier auch mit selbstgebackenen Brötchen :-)


Sebstversuch an thailändischem Essen (Morning Glory):
Wasserspinat, Pilze, Knoblauch, Chilis und Reis


Wenn das Training wirklich anzieht und richtig viel Energie benötigt wird, mache ich mir zum Frühstück gerne auch mal ein Oatmeal, also Haferflocken, Dinkelflocken usw. über Nacht in Hafermilch/Mandelmilch o.ä. im Kühlschrank einziehen lassen, morgens Obst dazu, ein paar Datteln, Kokosblütenzucker und schon ist genug Power für das Training und den Alltag da!!










Wie schon gesagt, nun gilt es die Kräfte zu bündeln, nächste Woche stehen 26 Stunden (!) Training auf dem Plan. Ich habe hierzu halbtags Urlaub genommen, damit ich das stemmen kann. Drückt mir die Daumen, ich werde berichten wie es weiter geht.

Auf jeden Fall - ich muss es Euch wieder schreiben: 100% Pflanzenkraft sorgen für 100% Leistungsfähigkeit! Tut Euch und unserer Welt den Gefallen und probiert es aus, es ist so leicht! GoVegan!!

Hier schicke ich Euch noch ein paar Bilder von meinen "Kreationen". Für mehr checkt meinen Instagram-Account. Bis bald,

Euer Tobias



Selbstgebackenes Bananenbrot der Variante FATFREE


Bananas
Der Obsvorrat zu Hause

Großer Grüner Salat mit Fruits: Apfel, Ananas, Datteln und Granberries

Eingeweichte Chia-Samen (in Kokosmilch) und Obst, On top: Maulbeeren




Freitag, 23. Mai 2014

Vegan Zucchini Burger

Und endlich kommt mal ein richtiger Rezept-Post.

Vielleicht erinnern sich noch ein paar Leute von Euch an den veganen Stand auf dem Wochenmarkt in Kaiserslautern. Hier gab es neben Suppen, Dips und Süßigkeiten auch immer verschiedene Burger. Diese Burger waren einfach himmlisch.
Nur war für die Betreiber offensichtlicher mehr Aufwand als Ertrag und so ist dieser Stand seit 2014 nicht mehr auf dem Wochenmarkt vertreten. Wirklich sehr schade.
Gerade die Zucchini Burger fehlen mir sehr.

Das gute an diesen Burgern aber: Ich habe das Rezept :-) :-)

Und heute wurds gleich ausprobiert und es war soooo lecker!!
Es kamen aus dem Rezept ca. 7 kleine Burger heraus, dazu gab es ein frisches Baguette, grünen Salat mit sommerlichem Dressing und als Dip noch eine Guacamole (wobei das schon übertrieben ist, war einfach nur Avocado, Tomaten und eine Brise Salz).

Und hier das Ergebnis:


Das Rezept:
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 (nicht zu kleiner) Zucchino
  • 6 getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt
  • 5 EL gemahlene Mandeln
  • 5 EL kernige Haferflocken
  • 5 EL Weizenmehl (405er)
  • 2 EL Tomatenmark
  • Oregano, Majoran, Thymian
  • 3-4 EL Gemüsebrühe
  • Salz & Pfeffer

Scharlotte und Knoblauch anschwitzen und die Zucchini klein raspeln. Die Tomaten auch klein hacken bzw. schneiden. Dann alles in eine Schüssel und ca. 60min im Kühlschrank ziehen lassen.
Danach anbraten und genießen!!



Original-Quelle des Rezepts: http://mrswilson.de/blog/?lang=de

Vollgas im Training

Ganz schön ruhig geworden, oder?

Nicht dass es bei mir langweilig wäre oder ich nicht mehr über fruchtbasierende Ernährung berichten könnte. Ganz im Gegenteil.

Ich habe einfach nur brutal wenig Zeit im Moment.

Die letzten Wochen waren mit 16, 18 und 19 Stunden Training (nebenbei muss ich ja auch noch ins Büro) nicht nur zeitraubend sonder auch vor allem kräftezehrend.

Freibad-Schwimmen
Neben dem Training habe ich aber auch sehr viel über mich und meine Ernährung in diesen Wochen gelernt.

Nachdem ich ja nun schon fast ein 3/4-tel Jahr mir stets vornehme, fruchtbasierend und nach 80/10/10 zu essen, hat sich die Essgewohnheit bei mir inzwischen eingestellt. Und ich fühle mich großartig!!
Ich habe mindestens 3.000 kcal am Tag die ich zu mir nehme. Und das fast komplett in Rohkostform.

5kg Medjool Datteln aus Israel

Wenn ich überhaupt gekochtes Essen habe, dann am Abend (sogenannt RawTill4).

Ich starte morgens mit einem 8-10 Bananen-Shake, wahlweise mit anderem Obst, nur mit Bananen oder auch mal als Green-Smoothie mit Salat oder Spinat.






Dieser Smoothie hält perfekt bis 12 Uhr mittags, wenn ich mal Hunger habe gibt es dazwischen als Snack ein paar fleischige super süße Medjool Datteln.




Im Thai-Laden um die Ecke habe ich Kokoswasser endlich in Liter-Packungen bekommen. Nichts schmeckt besser als ein Bananen-Shake (6 Bananen, 2 gefrorene Bananen) mit Kokoswasser und Datteln. Ich könnte mich nur noch hiervon ernähren :-)))

Mein Mittagstisch sieht einfach nur Obst vor, welches ich in der Mittagspause besorgen kann. Also gibt es hier im Moment Mango/Erdbeeren/Himbeeren/Blaubeeren/Melonen und Äpfel...

Wobei die Kombination von Mango-Erdbeeren und Himbeeren einfach unschlagbar ist :-))))





Abends probiere ich momentan alles mögliche aus:

Quinoa-Salat mit Pilzen, Kichererbsen, Zucchini, Paprika. Dazu kein Dressing, sondern nur Salz/Pfeffer und Zitronensaft. 

Grüner Salat (meistens mit Tahini-Dressing) und mit allerlei Gemüse und gebratenem Tofu gefülltes Reispapier (frische Frühlingsrollen)

Zucchini-Nudeln mit Avocado-Dressing

Und das beste ist: mir geht es wirklich gut. Ich trainiere für meine Verhältnisse gut, habe zu keiner Zeit ein energetisches Defizit und ja so ein bißchen Gewicht habe ich auch verloren.

Gerade bei langen Radeinheiten, ca. 5-6 Stunden, bei langen 30km-Läufen, habe ich keinerlei Probleme und stecke alles auch von der Regeneration sehr gut weg!

Regelmäßig freue ich mich kurz bevor ich heim komme auf einen Bananenshake, einfach großartig wie 10 Bananen mit Kokoswasser schmecken. Ihr merkt, ich bekomme kaum genug Bananen im Moment.

Am Samstag, huch das ist morgen, da beginnen die ersten Wettkämpfe für mich mit dem TeamTriathlon in Kusel und ab nächster Woche kommen die richtig harten Rennen. Ich werde mir Mühe geben etwas häufiger hier zu schreiben.




Ansonsten könnt Ihr auch über meinen Instagram-Account auf dem Laufenden bleiben! Ich habe mir vorgenommen hier etwas aktiver zu sein und habe schon ganz interessante Menschen auf Instagram gefunden (auch so manch schon lange nicht mehr gesehene Gesicher, zu denen der Kontakt nicht mehr besteht ;-)  ).
Wir 80/10/10er sind wahrlich nicht alleine auf diesem Planeten und auch in Deutschland gibt es einige die diese Ernährungsform teilen. so follwo me on instagram: http://instagram.com/tobinature

Stay tuned und sorry dass ich hier ein paar Wochen nicht aktiv war.




GoVegan and go out and challenge yourself!





Freitag, 11. April 2014

Banana Island - Days 4, 5, 6 & 7

Bananen. Immer nur Bananen. Theoretisch klingt das langweilig. Okay zugegeben. Praktisch ist es das auch :-)

Wenn da nicht meine Arbeitskollegen wären, die sich in der Mittagspause teilweise in meinem Büro sammeln und völlig konsterniert auf meinen Schreibtisch mit Bananen bzw. Bananenschalen starren.
So sitze ich mittags im Büro und schäle mir 12-15 Bananen.

Um immer ausreichend Bananen zu haben, auch wenn mal der kleine Hunger kommt, habe ich in meinem Büro einen kleinen Vorratsspeicher gebildet.
Bananen im Büro
Gerade dieser "kleine Hunger" entpuppt sich als gefährlicher Wegbegleiter. Er kommt ganz plötzlich und ist sofort sehr überzeugend :-)

Vormittags und abends hat sich der Bananensmoothie einfach bewährt. Und es schmeckt so herrlich. Endlich sind alle Bananen zu Hause auch super reif.
In den Smoothie werfe ich zwischendurch gerne ein paar Blätter von Kräutern hinein. Frischer Basilikum, Minze, Oregano und Petersilie machen den Smoothie mit mehr als 10 Bananen zu einem echten Geschmackserlebnis.


Der Vitamix läuft also auf vollen Touren und ich glaube auch nur in dieser Form kann ich die ganze Menge an Bananen zu mir nehmen.


Da meine Erkältung nun endlich langsam nachlässt, kann ich auch immer mehr in den üblichen Trainingsrythmus wieder einsteigen.
So lange ich locker trainiere und in der Grundlage bleibe, gibt es auch mit Banana Island gar kein Problem.


Trotzdem habe ich eine wesentliche Erfahrung gemacht:

Nach meinem Frühstückssmoothie (ich hatte nicht so großen Hunger, deswegen gab es 8 Bananen, Kokosblütenzucker und Wasser) habe ich mich aufs Rad geschwungen. Geplant war eine Strecke von ca. 120km.

Mittagessen: 12 Bananen mit Kokosblütenzucker
Anfangs lief es sehr gut und ich hatte wirklich ein gutes Gefühl. Nach 2 Stunden aber war der Akku völlig leer. Kann sein, dass es noch an meiner Erkältung lag oder dem Antibiotikum dass ich gegen Ende nehmen musste. Egal wie: ich war völlig leer. Zum Glück hatte ich völlig vergessen, etwas zu Essen mitzunehmen (was ja nur Bananen hätten sein können). Also habe ich mich völlig mit Wasser auf dem Rad halten können (an der Tankstelle gibt es zwar jede Menge an Kalorien zu kaufen. Nur keine Bananen).

Zu Hause angekommen, völlig "undercarbed" (also unterkalorisch...oder so...) hab ich mir 18 (!) Bananen mit anständig Kokosblütenzucker in den Mixer geworfen und hatte ein Fest unter der Dusche mit meinem Mixer. Ich hatte so großen Hunger!
Schnell wieder Kalorien rein. Und wenns unter der Dusche ist. 


Das Ende vom Lied ist die Erfahrung: Zu wenig schnell verfügbare Kalorien bedeuteten einen klaren Hungerast, der in Krämpfen auf dem Rad endete. Ich war heilfroh als ich zu Hause war!

Hier das Ergebnis dieser denk- und fragwürdigen Fahrt: http://www.strava.com/activities/127077795

Am Sonntag, dem siebten Tag auf Banana Island, nach einem Morgenlauf über 20km und einer Radfahrt von 60km habe ich die Heimreise angetreten und Banana Island verlassen.
Ganz einfach weil ich keine Lust mehr auf Bananen hatte an diesem Abend. Ich wollte unbedingt wieder Kartoffeln essen. Die gab es dann auch.









Und nun? Was hats gebracht? Hier ein paar Punkte zu meinem Aufenthalt auf Banana Island:

Genug essen!! 
Es ist schon irgendwie komisch am Ende des Tages 4.000kcal zu sich genommen zu haben. Macht aber nichts! Bzw: RICHTIG SO! Nur mit dieser Menge geht man ohne Hunger ins Bett und nur mit dieser Menge kommt man ohne Heisshunger über die Runden!


Natürlich fällt es schwer, seine gewohnten Banenen zu "trinken" wenn jemand neben einem Sitz und sich lecker Couscous gemacht hat :-)
Viel Trinken!
Ich habe etwa 5 Liter/Tag getrunken. Ich musste unendlich oft auf Toilette, habe aber so Problemen mit Detox und Verdauung vorgebeugt und hatte keine Probleme (musste jedoch auch immer mal nachts).

Viel Schlafen!!
Habe ich mir eh vorgenommen. Ich gebe mein Bestes. weiterhin!

Bei Sport: Noch mehr!
Im Sport habe ich diese schlechte Erfahrung mit dem Hungerast gemacht. Klar war das zum Teil selbstverschuldet, Aber ich denke ich bin nicht ganz untrainiert, ich fahre öfter bis zu 4h ohne essen, nur mit Wasser. Es war also schon überraschend. Wird mir trotzdem nicht mehr passieren.

Was spricht die Waage?
Eine ganz klare Sprache: Ich hatte am ersten Tag ein Gewicht von 77,7kg (also gut genährt nach dem Essen während der Krankheit) und am letzten Tag hatte ich ein Gewicht von 72,7kg. Ja das sind 5kg. Das ist sicherlich sehr viel Wasser, da ich 7 Tage vollständig auf Salz verzichtet habe. Aber es war schon ein tolles Gefühl so viel zu essen und trotz allem so "leicht" und "flach" zu sein.

Und nun??
Naja. Ich war einkaufen. Bananen. Und Mangos. Und Trauben. Und Birnen. Ich bin also momentan wieder im gemischten Fruchtland unterwegs. Aber kann gut sein, dass ich bald wieder weg bin. Auf Banana Island versteht sich.

Wer etwas mutig ist, etwas neues i.S. Ernährung zu erfahren, dem empfehle ich wirklich, mal auf eine Monoinsel aufzubrechen. Bananen sind sicher das leichteste, was man als Monomeal findet. Mangos sind sicher auch gut geeignet, jedoch sehr teuer. Bei Trauben denke ich wäre es auch möglich. Orangen halte ich für "zu sauer".
Probiert es aus. ein paar Tage Banana  Island. Müssen keine 7 Tage sein!! Ihr werdet es lieben!

Go fruit yourself!

PS: Rechts in der Statusleiste ist mein Instagram-Account verlinkt. Hier gibts in Zukunft ein paar Bilder mit Rezepten als Inspiration.

Mittwoch, 2. April 2014

Banana Island - Days 1, 2 & 3

Banana Island

Ich sage gerne, "ich bin gerade auf Banana Island." Klingt irgendwie nach Urlaub. Und nach einer gewissen Auszeit. 
Eine Auszeit ist es auch irgendwie. Eine Auszeit von eingefahrener Essens-Struktur, eine Auszeit von gekochtem Essen (das es ja eh wenn überhaupt nur abends gibt). 
Und gleichzeitig eine neue Erfahrung. 
Banana Island bedeutet, einfach nur Bananen essen. Und  n u r Bananen. 
Dazu habe ich mir ein paar Regeln auferlegt: Erlaubt sind natürlich Bananen (so viele wie gewollt), einmal am Tag Grünzeug (Salat) und mein heißgeliebter Kokosblütenzucker (Amanprana Bio Kokosblüten-Zucker "Gula Java Brut"). 

Dazu möchte ich 4 Liter Wasser am Tag trinken, um dem Detox-Effekt etwas vorzubeugen und um einfach ausreichend hydriert zu sein. 


Ein ganzes Einkaufsband Fair-Trade Organic Bananas
Ich habe ich also ein paar Tage vorher insoweit auf die "Reise" vorbereitet, indem ich einfach mal kräftig Bananen eingekauft habe.









Das hatte u.a. dazu geführt, dass der Kassierer beim Einkaufsmarkt als ich den Laden betreten hatte laut bei seiner Kollegen nachfrage: "Haben wir noch genug Bananen im Lager??". :-D Der Kerl wusste was ihn erwartet. 

Zusätzlich habe ich mich im Internet nach Erfahrungsberichten umgesehen. 
Insbesondere der Blog von veganessa hat mir sehr geholfen (der Blog ist auch für alles weitere was die einzig richtige Ernährung angeht zu empfehlen: (http://vegantemptation.blogspot.de/2013/07/nessis-visiting-to-banana-island-30.html). 
Veganessa hat hier wesentlich mehr Hintergründe dieser Bananendiät oder des Bananenfastens erläutert. Ich möchte das hier nicht alles wiedergeben, wen es interessiert, lest Euch Veganessas wirklich interessanten und gut geschriebenen Blog durch!!
Wer noch mehr Informationen braucht, es gibt im Internet für diese Ernährung eine ganze Community! Hier das wohl populärste Forum: http://www.30bananasaday.com/. 
Gerade die Pioniere Freelee (Banana-Girl) und DurianRider sind auf youtube und facebook stark vertreten und erläutern sehr viel zu dieser Ernährung und dem Life-Style
  • Warum?? Und warum gerade jetzt Banana Island ??

Ich komme gerade aus einer fetten und langen Erkältung wieder zurück. So richtig trainieren kann ich noch nicht, ich gehe aber zum Glück wieder arbeiten und hoffe bald alles überstanden zu haben. In den 10 Krankheitstagen habe ich frei nach Lust und Laune gegessen. Gerade Bananenbrot und Kartoffeln, Pommes und Erdnussmuß konnte ich nicht wiederstehen. Das war weder fettfrei noch war es gesund. Also möchte ich jetzt in Form einer Bananenkur einfach meinem Körper etwas Gutes tun. 
Der Körper soll sich durch diese Mono-Frucht-Diät (also nur eine Frucht) mit der Verdauung leicht tun, die Verdauung regulieren, entgiften und einfach besser "gesunden"). 
Ich hätte das auch mit Mangos machen können, nur ist das besonders finanziell auch ein richtiger Kraftakt. 
Gerade die Mangos und meine Medjol-Datteln fehlen mir ein wenig heute am dritten Tag. 


Mittagessen: Romana-Salat-Blätter, 11 Bananen, etwas Petersilie, zusammengerollt als Wrap. Super lecker. 























  • Was muss ich beachten?
1kg organic Coconutsugar
Nachdem ich mich etwas schlau gemacht habe, versuche ich neben viel trinken besonders, mein Essen auf 3 Mahlzeiten zu beschränken. Und darum, eine richtig hohe Kalorienaufnahme zu haben. Ich versuche etwa 30 Bananen am Tag zu mir zu nehmen, um nicht in ein Kalorienloch zu fallen, was wohl das Ende der Reise bedeuten würde. Also kalkuliere ich mit mindestens 3.000kcal/Tag, besser mehr. 
Das wichtigste überhaupt ist, richtig reife Bananen zu essen!!!! Ja diese süßen Bananen, die weichen, die mit den braunen Flecken! Mit unreifen Bananen tut man sich keinen Gefallen!! Diese unreifen Bananen sind auch der Grund der Verstopfungen, die dem Ruf der Banane vorweg eilen. Ich werde täglich gefragt, ob ich noch aufs Klo gehen kann. Ja, das kann ich - und ehrlich gesagt besser als je zu vor!!






  • Und wie läufts die ersten Tage??
Ich muss schon sagen, wie damals bei der 30 Days Raw Food Challenge  (Was ja der Ursprung für diesen Blog ist) bin ich einfach und unbedarft auf die Insel gezogen, ohne wirklich Essenspläne zu erstellen. Im jetzigen Fall ist die Auswahl auch relativ beschränkt. 
Meine Kollegen im Büro sind leicht irrigiert, ich sitze Mittags im Büro und wickel mir 10 Bananen als Wrap im Salatblatt ein. Morgens und abends gibt es ein Shake oder (abends) ein Bananeneis. 

Bananeneis: 7 gefrorene Bananen, 1ne normale Banane, in den Mixer mit Zimt, dazu Kokosblütenzucker. So unglaublich lecker. 




Vitamix mit geforeren Bananen (11 Stück).
Das gibt das Abendessen. 
Meiner Verdauung geht es wirklich sehr gut, ich behaupte sogar sehr gut. Ich habe keine Probleme, nur muss ich etwas öfters gehen :-) Kann 1. daran liegen, dass ich jetzt einfach wirklich große Portionen esse, 2. dass ich sehr viel trinke, und 3. dass ich keinerlei Salz zu mir nehme und der Körper dadurch ausschwemmt. 
Ich vermisse abends zwar etwas das gewohnte Essen, gerade wenn meine Freundin sich etwas leckeres kocht. Aber die Motivation ist da und ich genieße dann meinen Bananenshake mit z.B. Ruccola und Wildkräutern (Basilikum, Thymian, Rosmarin, etc.). 

Mir geht es mit der Ernährung wirklich gut. Ich habe nicht das Gefühl, zu einseitig zu essen, ich bin nach dem Essen wirklich satt (eine Mahlzeit hat über 1.000kcal!!!). Aber da das Obst nunmal durch den Körper "duchrauscht" habe ich auch bald wieder Hunger und freue mich dann schon schnell wieder auf die Bananen. 







  • Und nu??
Mittagessen :-)

Ich habe vor, insgesamt 7 Tage auf der Insel zu bleiben. Das fordert mich besonders am Wochenende heraus, da sollten laut Trainingsplan 5 Stunden ziemlich hartes Radtraining und auch 2:20h Laufen (das könnten 30km werden) abgespult werden.  






Aber ich habe hier so eine Kiste stehen mit ca. 30kg Bananen, die just zum Wochenende reif werden :-)
Ich werde hier von den Tagen 4, 5, 6 und 7 wieder berichten. 

Bis dahin, viele Grüße von Banana-Isand.