Freitag, 11. April 2014

Banana Island - Days 4, 5, 6 & 7

Bananen. Immer nur Bananen. Theoretisch klingt das langweilig. Okay zugegeben. Praktisch ist es das auch :-)

Wenn da nicht meine Arbeitskollegen wären, die sich in der Mittagspause teilweise in meinem Büro sammeln und völlig konsterniert auf meinen Schreibtisch mit Bananen bzw. Bananenschalen starren.
So sitze ich mittags im Büro und schäle mir 12-15 Bananen.

Um immer ausreichend Bananen zu haben, auch wenn mal der kleine Hunger kommt, habe ich in meinem Büro einen kleinen Vorratsspeicher gebildet.
Bananen im Büro
Gerade dieser "kleine Hunger" entpuppt sich als gefährlicher Wegbegleiter. Er kommt ganz plötzlich und ist sofort sehr überzeugend :-)

Vormittags und abends hat sich der Bananensmoothie einfach bewährt. Und es schmeckt so herrlich. Endlich sind alle Bananen zu Hause auch super reif.
In den Smoothie werfe ich zwischendurch gerne ein paar Blätter von Kräutern hinein. Frischer Basilikum, Minze, Oregano und Petersilie machen den Smoothie mit mehr als 10 Bananen zu einem echten Geschmackserlebnis.


Der Vitamix läuft also auf vollen Touren und ich glaube auch nur in dieser Form kann ich die ganze Menge an Bananen zu mir nehmen.


Da meine Erkältung nun endlich langsam nachlässt, kann ich auch immer mehr in den üblichen Trainingsrythmus wieder einsteigen.
So lange ich locker trainiere und in der Grundlage bleibe, gibt es auch mit Banana Island gar kein Problem.


Trotzdem habe ich eine wesentliche Erfahrung gemacht:

Nach meinem Frühstückssmoothie (ich hatte nicht so großen Hunger, deswegen gab es 8 Bananen, Kokosblütenzucker und Wasser) habe ich mich aufs Rad geschwungen. Geplant war eine Strecke von ca. 120km.

Mittagessen: 12 Bananen mit Kokosblütenzucker
Anfangs lief es sehr gut und ich hatte wirklich ein gutes Gefühl. Nach 2 Stunden aber war der Akku völlig leer. Kann sein, dass es noch an meiner Erkältung lag oder dem Antibiotikum dass ich gegen Ende nehmen musste. Egal wie: ich war völlig leer. Zum Glück hatte ich völlig vergessen, etwas zu Essen mitzunehmen (was ja nur Bananen hätten sein können). Also habe ich mich völlig mit Wasser auf dem Rad halten können (an der Tankstelle gibt es zwar jede Menge an Kalorien zu kaufen. Nur keine Bananen).

Zu Hause angekommen, völlig "undercarbed" (also unterkalorisch...oder so...) hab ich mir 18 (!) Bananen mit anständig Kokosblütenzucker in den Mixer geworfen und hatte ein Fest unter der Dusche mit meinem Mixer. Ich hatte so großen Hunger!
Schnell wieder Kalorien rein. Und wenns unter der Dusche ist. 


Das Ende vom Lied ist die Erfahrung: Zu wenig schnell verfügbare Kalorien bedeuteten einen klaren Hungerast, der in Krämpfen auf dem Rad endete. Ich war heilfroh als ich zu Hause war!

Hier das Ergebnis dieser denk- und fragwürdigen Fahrt: http://www.strava.com/activities/127077795

Am Sonntag, dem siebten Tag auf Banana Island, nach einem Morgenlauf über 20km und einer Radfahrt von 60km habe ich die Heimreise angetreten und Banana Island verlassen.
Ganz einfach weil ich keine Lust mehr auf Bananen hatte an diesem Abend. Ich wollte unbedingt wieder Kartoffeln essen. Die gab es dann auch.









Und nun? Was hats gebracht? Hier ein paar Punkte zu meinem Aufenthalt auf Banana Island:

Genug essen!! 
Es ist schon irgendwie komisch am Ende des Tages 4.000kcal zu sich genommen zu haben. Macht aber nichts! Bzw: RICHTIG SO! Nur mit dieser Menge geht man ohne Hunger ins Bett und nur mit dieser Menge kommt man ohne Heisshunger über die Runden!


Natürlich fällt es schwer, seine gewohnten Banenen zu "trinken" wenn jemand neben einem Sitz und sich lecker Couscous gemacht hat :-)
Viel Trinken!
Ich habe etwa 5 Liter/Tag getrunken. Ich musste unendlich oft auf Toilette, habe aber so Problemen mit Detox und Verdauung vorgebeugt und hatte keine Probleme (musste jedoch auch immer mal nachts).

Viel Schlafen!!
Habe ich mir eh vorgenommen. Ich gebe mein Bestes. weiterhin!

Bei Sport: Noch mehr!
Im Sport habe ich diese schlechte Erfahrung mit dem Hungerast gemacht. Klar war das zum Teil selbstverschuldet, Aber ich denke ich bin nicht ganz untrainiert, ich fahre öfter bis zu 4h ohne essen, nur mit Wasser. Es war also schon überraschend. Wird mir trotzdem nicht mehr passieren.

Was spricht die Waage?
Eine ganz klare Sprache: Ich hatte am ersten Tag ein Gewicht von 77,7kg (also gut genährt nach dem Essen während der Krankheit) und am letzten Tag hatte ich ein Gewicht von 72,7kg. Ja das sind 5kg. Das ist sicherlich sehr viel Wasser, da ich 7 Tage vollständig auf Salz verzichtet habe. Aber es war schon ein tolles Gefühl so viel zu essen und trotz allem so "leicht" und "flach" zu sein.

Und nun??
Naja. Ich war einkaufen. Bananen. Und Mangos. Und Trauben. Und Birnen. Ich bin also momentan wieder im gemischten Fruchtland unterwegs. Aber kann gut sein, dass ich bald wieder weg bin. Auf Banana Island versteht sich.

Wer etwas mutig ist, etwas neues i.S. Ernährung zu erfahren, dem empfehle ich wirklich, mal auf eine Monoinsel aufzubrechen. Bananen sind sicher das leichteste, was man als Monomeal findet. Mangos sind sicher auch gut geeignet, jedoch sehr teuer. Bei Trauben denke ich wäre es auch möglich. Orangen halte ich für "zu sauer".
Probiert es aus. ein paar Tage Banana  Island. Müssen keine 7 Tage sein!! Ihr werdet es lieben!

Go fruit yourself!

PS: Rechts in der Statusleiste ist mein Instagram-Account verlinkt. Hier gibts in Zukunft ein paar Bilder mit Rezepten als Inspiration.

Mittwoch, 2. April 2014

Banana Island - Days 1, 2 & 3

Banana Island

Ich sage gerne, "ich bin gerade auf Banana Island." Klingt irgendwie nach Urlaub. Und nach einer gewissen Auszeit. 
Eine Auszeit ist es auch irgendwie. Eine Auszeit von eingefahrener Essens-Struktur, eine Auszeit von gekochtem Essen (das es ja eh wenn überhaupt nur abends gibt). 
Und gleichzeitig eine neue Erfahrung. 
Banana Island bedeutet, einfach nur Bananen essen. Und  n u r Bananen. 
Dazu habe ich mir ein paar Regeln auferlegt: Erlaubt sind natürlich Bananen (so viele wie gewollt), einmal am Tag Grünzeug (Salat) und mein heißgeliebter Kokosblütenzucker (Amanprana Bio Kokosblüten-Zucker "Gula Java Brut"). 

Dazu möchte ich 4 Liter Wasser am Tag trinken, um dem Detox-Effekt etwas vorzubeugen und um einfach ausreichend hydriert zu sein. 


Ein ganzes Einkaufsband Fair-Trade Organic Bananas
Ich habe ich also ein paar Tage vorher insoweit auf die "Reise" vorbereitet, indem ich einfach mal kräftig Bananen eingekauft habe.









Das hatte u.a. dazu geführt, dass der Kassierer beim Einkaufsmarkt als ich den Laden betreten hatte laut bei seiner Kollegen nachfrage: "Haben wir noch genug Bananen im Lager??". :-D Der Kerl wusste was ihn erwartet. 

Zusätzlich habe ich mich im Internet nach Erfahrungsberichten umgesehen. 
Insbesondere der Blog von veganessa hat mir sehr geholfen (der Blog ist auch für alles weitere was die einzig richtige Ernährung angeht zu empfehlen: (http://vegantemptation.blogspot.de/2013/07/nessis-visiting-to-banana-island-30.html). 
Veganessa hat hier wesentlich mehr Hintergründe dieser Bananendiät oder des Bananenfastens erläutert. Ich möchte das hier nicht alles wiedergeben, wen es interessiert, lest Euch Veganessas wirklich interessanten und gut geschriebenen Blog durch!!
Wer noch mehr Informationen braucht, es gibt im Internet für diese Ernährung eine ganze Community! Hier das wohl populärste Forum: http://www.30bananasaday.com/. 
Gerade die Pioniere Freelee (Banana-Girl) und DurianRider sind auf youtube und facebook stark vertreten und erläutern sehr viel zu dieser Ernährung und dem Life-Style
  • Warum?? Und warum gerade jetzt Banana Island ??

Ich komme gerade aus einer fetten und langen Erkältung wieder zurück. So richtig trainieren kann ich noch nicht, ich gehe aber zum Glück wieder arbeiten und hoffe bald alles überstanden zu haben. In den 10 Krankheitstagen habe ich frei nach Lust und Laune gegessen. Gerade Bananenbrot und Kartoffeln, Pommes und Erdnussmuß konnte ich nicht wiederstehen. Das war weder fettfrei noch war es gesund. Also möchte ich jetzt in Form einer Bananenkur einfach meinem Körper etwas Gutes tun. 
Der Körper soll sich durch diese Mono-Frucht-Diät (also nur eine Frucht) mit der Verdauung leicht tun, die Verdauung regulieren, entgiften und einfach besser "gesunden"). 
Ich hätte das auch mit Mangos machen können, nur ist das besonders finanziell auch ein richtiger Kraftakt. 
Gerade die Mangos und meine Medjol-Datteln fehlen mir ein wenig heute am dritten Tag. 


Mittagessen: Romana-Salat-Blätter, 11 Bananen, etwas Petersilie, zusammengerollt als Wrap. Super lecker. 























  • Was muss ich beachten?
1kg organic Coconutsugar
Nachdem ich mich etwas schlau gemacht habe, versuche ich neben viel trinken besonders, mein Essen auf 3 Mahlzeiten zu beschränken. Und darum, eine richtig hohe Kalorienaufnahme zu haben. Ich versuche etwa 30 Bananen am Tag zu mir zu nehmen, um nicht in ein Kalorienloch zu fallen, was wohl das Ende der Reise bedeuten würde. Also kalkuliere ich mit mindestens 3.000kcal/Tag, besser mehr. 
Das wichtigste überhaupt ist, richtig reife Bananen zu essen!!!! Ja diese süßen Bananen, die weichen, die mit den braunen Flecken! Mit unreifen Bananen tut man sich keinen Gefallen!! Diese unreifen Bananen sind auch der Grund der Verstopfungen, die dem Ruf der Banane vorweg eilen. Ich werde täglich gefragt, ob ich noch aufs Klo gehen kann. Ja, das kann ich - und ehrlich gesagt besser als je zu vor!!






  • Und wie läufts die ersten Tage??
Ich muss schon sagen, wie damals bei der 30 Days Raw Food Challenge  (Was ja der Ursprung für diesen Blog ist) bin ich einfach und unbedarft auf die Insel gezogen, ohne wirklich Essenspläne zu erstellen. Im jetzigen Fall ist die Auswahl auch relativ beschränkt. 
Meine Kollegen im Büro sind leicht irrigiert, ich sitze Mittags im Büro und wickel mir 10 Bananen als Wrap im Salatblatt ein. Morgens und abends gibt es ein Shake oder (abends) ein Bananeneis. 

Bananeneis: 7 gefrorene Bananen, 1ne normale Banane, in den Mixer mit Zimt, dazu Kokosblütenzucker. So unglaublich lecker. 




Vitamix mit geforeren Bananen (11 Stück).
Das gibt das Abendessen. 
Meiner Verdauung geht es wirklich sehr gut, ich behaupte sogar sehr gut. Ich habe keine Probleme, nur muss ich etwas öfters gehen :-) Kann 1. daran liegen, dass ich jetzt einfach wirklich große Portionen esse, 2. dass ich sehr viel trinke, und 3. dass ich keinerlei Salz zu mir nehme und der Körper dadurch ausschwemmt. 
Ich vermisse abends zwar etwas das gewohnte Essen, gerade wenn meine Freundin sich etwas leckeres kocht. Aber die Motivation ist da und ich genieße dann meinen Bananenshake mit z.B. Ruccola und Wildkräutern (Basilikum, Thymian, Rosmarin, etc.). 

Mir geht es mit der Ernährung wirklich gut. Ich habe nicht das Gefühl, zu einseitig zu essen, ich bin nach dem Essen wirklich satt (eine Mahlzeit hat über 1.000kcal!!!). Aber da das Obst nunmal durch den Körper "duchrauscht" habe ich auch bald wieder Hunger und freue mich dann schon schnell wieder auf die Bananen. 







  • Und nu??
Mittagessen :-)

Ich habe vor, insgesamt 7 Tage auf der Insel zu bleiben. Das fordert mich besonders am Wochenende heraus, da sollten laut Trainingsplan 5 Stunden ziemlich hartes Radtraining und auch 2:20h Laufen (das könnten 30km werden) abgespult werden.  






Aber ich habe hier so eine Kiste stehen mit ca. 30kg Bananen, die just zum Wochenende reif werden :-)
Ich werde hier von den Tagen 4, 5, 6 und 7 wieder berichten. 

Bis dahin, viele Grüße von Banana-Isand. 


Samstag, 22. März 2014

Besuch in der Röhn - Rhön-Park-Hotel

Die Rhön.
Wer?
Die Rhön. Ich musste mich erst mal informieren, wo genau die Rhön liegt. 
Wikipedia spricht vom "Land der offenen Fernen". Einem deutschen Mittelgebirge mit einem drei Ländereck von Hessen, Bayern und Thüringen. 
Würde man mit einem Dart-Pfeil auf die Mitte der Deutschlandkarte werfen, die Wahrscheinlichkeit "die Rhön" zu treffen wäre relativ hoch. 

Bereits im vergangenen Jahr hatten wir mit den Verantwortlichen des hier ansässigen "Rhön-Park-Hotel" Gespräche über eine Zusammenarbeit geführt. Schnell haben wir auf einer Wellenlänge gelegen und das Rhön-Park-Hotel bereits auf unserer Wettkampfbekleidung der FCK-Triathleten aufgedruckt. 


Nun wurde es Zeit, endlich mal in "die Rhön" zu fahren und uns selbst einen Eindruck von Hotel, Landschaft und Region zu machen. 
Die Fahrtzeit von Kaiserslautern bis vor Ort hat ca. 2,5 Stunden betragen. Über Frankfurt und Fulda ging es auf der Autobahn, danach über Bundes- und Landstraßen in eine Landschaft, die mich eher an die schwäbische Alb oder Bereiche im Allgäu erinnert hat (wobei die schneebedeckten Berge natürlich fehlten). 
Eine abgelegene Gegend, viele Felder, Kühe und Schaafe. 
Leider spielte das Wetter so rein gar nicht mit und es regnete und der Nebel nahm uns oft die Sicht. 

Als wir kurz vor dem Rhön-Park-Hotel uns langsam aber sicher einer Höhe von 900 HM näherten, waren so gar kleine Schneereste zu entdecken. 

Im Hotel angekommen war ich erst mal völlig überrascht. So groß hatte ich mir die Anlage auf keinen Fall vorgestellt. Das Hotel nennt sich nicht umsonst "Aktiv-Resort". 

Gerade angekommen konnten wir uns mit der Geschäftsleitung austauschen und gegenseitige Vorstellungen und Ziele besprechen. Wir sind sehr gut verblieben und die Möglichkeiten vor Ort bieten einem Triathleten perfekte Trainingsbedingungen. 



Gerade die selektive Landschaft lädt geradezu ein zum Radfahren, ganz nach Bedarf für Rennrad und Mountainbike. Laufstrecken sind rund um das Hotel - wenn auch deutlich selektiver als so manch heimische Runde - reichlich geboten. 
Wenn der Nebel und Regen endlich mal verzogen ist, bietet sich einem ein traumhafter Ausblick auf die umliegenden Täler.


Wir bezogen auch sofort unser Zimmer und fühlten uns sofort sehr wohl. Das Zimmer war sehr groß und sehr schön eingerichtet, eine kleine Küche bietet Kochgelegenheit. Das ist im Trainingslager auch sehr viel wert :-)















Nun ging es zum Mittagessen. Hier kann sich der Veganer am Salat- und Nudelbuffett in einem der mehreren Speiseräume bedienen. Die Küche ist flexibel und geht auch auf meine Wünsche ein. Ich kann mich hier als Veganer anmelden und so wird für mich eigens eine vegane Soße, eine fettfreie Speise oder einfach individuelles Essen bereitet.
Satt und zufrieden ging es zum Sportprogramm über. 

Da wie erwähnt der Regen unseren Radplänen einen Strich durch die Rechnung machte, wurden uns vom Hotel freundlicherweise Mountainbikeräder zur Verfügung gestellt. 
Unsere Tour durch die Rhön (wir waren ca. 2h unterwegs) wurde geführt von Andi Rohe (http://www.rhoentrail.de/). Nach einem Techniktraining führte uns Andi über Trails und Waldwege zu ein paar schönen Aussichtspunkten und kümmerte sich wirklich super um uns!! Vielen Dank Andi und bis bald!



Zurück im Hotel entspannten wir uns im Hoteleigenen Schwimmbad oder in der Sauna. 
Zum tatsächlichen Schwimmtraining bietet sich ein ca. 20min Autofahrt entferntes Schwimmbad an. Hier konnten wir uns beim ortsansässigen Bademeister anmelden, der extra für uns eine Bahn absperrte, sodass wir ein ungestörtes Schwimmtraining und 3.500m abspulen konnten. 

Mein Fazit unseres ersten Besuchs im Rhön-Park-Hotel: 
Wer dem Alltag entfliehen möchte, einfach schnell eine Auszeit nehmen will, Ruhe und Entspannung sucht, der ist mit nicht viel Zeitaufwand schnell in "die Rhön" gefahren und findet im Aktiv-Resort des Rhön-Park-Hotels diverse Möglichkeiten der Entspannung oder auch der aktiven Erholung. 
Ich kann mir sehr gut vorstellen, dass ich mich hier das ein oder andere Wochenende ganz gezielt auf einen Triathlon vorbereiten kann, ohne in die Ferne reisen zu müssen. Die Rhön bietet hervorragende Trainingsbedingungen, verkehrsarme Straßen, knackige Anstiege und lange flache Talstraßen. 
Das Rhön-Park-Hotel bietet für uns Triathleten einen Dreh- und Angelpunkt zur Koordinierung unseres Trainings. Ob Rennrad oder Mountainbike, Laufstrecken im Wald, hoteleigenes Fitnesstudio, Wellnessbereich und im Winter Langlaufloipen direkt vor dem Hotel (das Hotel verleiht selbst die dafür erforderliche Ausrüstung) - hier haben wir die Möglichkeit, hervorragende Trainingsbedingungen zu genießen. 

Schon bald werden wir wieder kommen in "die Rhön". Mitten in Deutschland. Ins Rhön-Park-Hotel. 

Auch die ortsansässige Presse hat über unseren Aufenthalt berichtet!! 


Bilderquelle: Rhön-Park-Hotel, Wikipedia

Sonntag, 9. März 2014

Fuerteventura Las PlayItas - Trainingscamp 2014

Es ist tatsächlich schon wieder eine ganze Woche her. Oder vielleicht auch erst eine Woche her. Schon erstaunlich, wie je nach Stimmungslage der Urlaub schon in weite Ferne gerückt ist oder doch gerade erst vorbei ist.

Wieder hat es uns - dieses Mal zu viert - zum Trainieren nach Fuerteventura gezogen. Diese Insel bietet hervorragende Trainingsbedingungen was Streckennetz, Steigungen, Landschaft und vor allem Wetter angeht. Auch wenn sich im Vergleich zu unseren heimatlichen Strecken durchschnittlich etwas mehr Höhenmeter auf dem Garmin zeigen, kann man auch hier relativ flach fahren. Im Vergleich zu Lanzarote oder Gran Canaria ist es also für Grundlagentraining auf Fuerteventura etwas angenehmer.
Und damit sind wir schon beim Thema: Grundlage.

Grundlage fällt manchmal einfach nicht leicht. Gerade wenn man in DEM Hotel für Triathleten absteigt.
Im PLAYITAS (http://www.playitas.info/) ist man einfach rund um die Uhr von trainierenden Menschen umgeben. Irgend jemand läuft, fährt oder schwimmt hier immer. Teilweise trifft man hier auch auf Gesichert, welche aus der Presse schon bekannt sind. Das Playitas ist und bleibt der absolute HotSpot.



Man sollte sich hier konzentrieren, an der Strandpromenade oder beim Treffen auf diverse Radgruppen, nicht automatisch über der eigenen Wettkampfgeschwindigkeit zu trainieren. Sieht zwar gut aus, ist aber kontraproduktiv ;-)
Auch sollte man sich von den zu Hause standardisierten Radstatistiken verabschieden. Bei dem hier herrschenden Wind ist es nicht selten, dass man mit 5km/h weniger im Schnitt unterwegs ist. Dafür aber deutlich länger.

Training im Playitas

Das Playitas bietet hervorragende Trainingsbedingungen.
  • Schwimmen



Mit dem olympischen Pool (8x50m Bahnen) sind hier geniale Schwimmbedingungen zu finden. Gerade morgens in den Sonnenaufgang oder abends wenn sich der Himmel rot färbt, ist es einfach traumhaft zu schwimmen. Auch kann man hier herausragende Schwimmer (teilweise Nationalteams) beim Schwimmen beobachten (was teilweise zu Selbstzweifeln führen kann).
  • Laufen

Umgeben von Hügeln und Lavanlandschaft gibt es diverse Laufstrecken, teilweise ausgeschildert von 5km bis 21km. Hier ist man nie alleine unterwegs. Gerade früh morgens sind ganze Läuferscharen unterwegs.

Als Tipp: Man sollte sich früh morgens einen Lauf zum Lighthouse nicht entgehen lassen. Der Lauf ist nicht einfach, auf den 13km kommen knapp 400 Höhenmeter zusammen, gerade die letzten 1000m vor dem Leuchtturm haben eine Steigung von ca. 8%.

Aber der Ausblick oben lohnt sich und die Laufstrecke ist wirklich schön.









In den Morgenstunden noch ohne Licht gestartet, stellt sich einem schnell ein toller Sonnenaufgang entgegen. Diese Momente sind es doch, warum wir diesen Sport so gerne machen ;-)


  • Radfahren

Wie schon beschrieben, mit dem Wind muss man sich zwangsweise auseinandersetzen. Hat man diesen Trainingspartner erst mal akzeptiert, findet man hier hervorragende Strecken. Knackige Steigungen (Cardon!!) oder moderate Anstiege (Pajara) wechseln sich hier ab. Etwas Vorsicht ist bei starkem Gegenwind geboten, die Windböen, gerade bei Abfahrten, können den Fahrer ganz schön durchschüteln.
















  • Fuerteventura

Wirklich viele Sehenswürdigkeiten bietet Fuerteventura ja nicht.
Die Wanderdühnen sind ein MUSS. Beeindruckend, wie plötzlich sich hier die Landschaft verändert hat.
Betancuria, Pajara und Corralejo sollte man sich nicht entgehen lassen.
Hier ein paar Eindrücke

Betancuria

Corralejo

Betancuria
 

Pajara

Playitas/Lighthouse

  • Vegan im Trainingslager

Jetzt noch zum Thema vegan.
Mir war im Vorfeld schon klar, dass das Thema vegan vor Ort recht schwierig wird. Das Buffet im Playitas ist ein Traum für hungrige Sportler.
Es gibt hier viel Fleisch, Fisch und Käse.
Bei Käse konnte ich nicht ganz die Finger von lassen. Gerade Käse ist ja meine Schwachstelle, Käse ist das einzige, was ich in meiner veganen Ernährung vermisse. Umso schwerer, wenn er in diversen Variationen beim Buffet vor einem liegt.
Es wird aber auch genug veganes Essen geboten: Gemüsebuffet (gerade die typischen kanarischen Kartoffeln), verschiedene Nudeln, Salatbuffet und jede Menge Obst.
Das süße Buffet bietet keinerlei vegane Alternativen :-(

Vegetarisch war klar, für mich ist das Essen von Fleisch und Fisch absolut nicht akzeptabel. Nur dieser Käse.... :-)

Unterm Strich bleibt: Vegan im Playitas kann gehen. Man muss wirklich aufpassen, was in Soßen und Dressing enthalten ist. Vegetarisch ist problemlos möglich, auch wenn die Speisen leider nicht genau ausgewiesen werden. Vegan - eher schwierig, aber auch machbar.
Ich war etwas inkonsequent. Andererseits habe ich das Essen dort auch genießen können.

Dennoch bin ichr froh wieder in unserem veganen Haushalt zu sein. Ich habe in den ersten Tagen richtig viel Obst gekauft (2 Kisten Bananen, 25 Mangos, 9kg (!) Datteln) und ich bin schon wieder völlig in meiner 80/10/10 Ernährung.
Diese Woche gab es reichlich Erdbeeren (ich weiß dass die aus Spanien sind und wohl auch behandelt mit Substanzen, die ich nicht mal aussprechen kann. Aber Lecker ist Lecker), Mangos, Bananen und Beeren.






Mittwoch, 5. Februar 2014

Winterzeit. Bald gehts ins Warme.....

....der Titel ist ein wenig übertrieben.

Wirklich Winter, also Schnee, Eis und weiße Landschaften scheinen für dieses Jahr gänzlich auszufallen.
Einerseits schade, so ein langer Lauf durch verschneite Landschaften ist - mit Ausnahme für die Knie und Gelenke - ja eine wirklich schöne Sache.

Andererseits gut - kann man sein Training ohne offensichtliche Ausreden zu finden voll und ganz durchziehen.


So kommt es, dass ich dieses Jahr bereits 1/3-tel meiner kompletten Laufkilometer des letzten Jahres absolvieren konnte. Okay okay, im Letzten Jahr 900km laufend unterwegs zu sein ist auch kein Ruhmesblatt.

Dennoch bin ich froh, endlich auch im Laufen wieder an eine für meine Verhältnisse ansprechende Form denken zu dürfen. Es kam zumindest in den letzten Jahren nicht allzu oft vor, dass ich Sonntags einen langen Lauf über 2.15h und 29km absolvieren konnte: http://www.strava.com/activities/110606786
In der Geschwindigkeit macht es tatsächlich auch mal richtig Spaß :-D

Am kommenden Sonntag gilt es dann die Form in eine 20km Zeit beim Abschlusslauf der Winterlaufserie Rheinzabern zu versilbern (vergolden wäre wahrlich übertrieben) und somit meinen Laufblock fürs erste mal abzuschließen.


Wintergemüse aus dem Wok:
Grünkohl, Zucchini, Parprika, Chili, Spinat und Zuckerschoten einfach in den Wok! Etwas Gemüsebrühe dazu, (vorgekochte) Maronen dazu. Tolles und schnelles Essen.







Radfahren werde ich in den nächsten Wochen dann hoffentlich in deutlich wärmeren Bedingungen erleben dürfen, geht es doch Mitte Februar ins heißgeliebte PlayItas auf Fuerteventura. Ich freue mich wie ein kleines Kind auf Training-with-the-stars, lässt sich doch dort gerne die absolute Weltspitze auf der gemeinsamen Schwimmbahn - oder zumindest unterwegs auf dem Rad bestaunen.

Eine echte Herausforderung wird das üppige und berüchtigte Buffet im Playitas. Es wird schwierig werden, beim Anblick aller Köstlichkeiten auf 100% vegane Ernährung zu bestehen. Ich werde mein Bestes geben, bin mir aber auch bewusst, dass es nicht vollständig funktionieren wird. Das halte ich aber auch nicht für weiter schlimm, solange ich in meinen eigenen 4 Wänden auf vegane Ernährung zurückgreife und ansonsten nur 90% vegan lebe. Das Fleisch/Fisch und Ei keinerlei Option sein wird versteht sich von selbst.
Ich werde das nächste mal also einiges berichten können.

Wie läuft eigentlich die Ernährung und das heikle Thema Gewichtsmanagement?

Ich hatte seit dem letzten Eintrag "Eat more greens" schon beschrieben, dass gerade in der aktuellen Zeit viel auf Kohl und Gemüse zurück gegriffen wird.

Auch gibt es im Moment in Aldi/Rewe und Edeka eine wahre mangoparadiesische Phase. Die Mangos sind günstig und gut. Also kommt es nicht selten vor, dass man mich mit einer Steige Mango in der Fußgängerzone sieht um meinen nächsten Tagesbedarf zu decken.

 Im Moment besteht mein Mittagessen aus 5 Mangos, das Frühstück aus einem Shake mit 12 Bananen und Wasser (klingt langweilig?? Probiert es aus!! Super lecker!).


Als Erweiterung für den Shake habe ich etwas im Internet gefunden, ein Stevia-Produkt (also kalorienarme Süße) mit Vanille-Geschmack. Da mach ich mir ein ganz klein wenig in den Shake, schmeckt super!















Was gibts von der strengen Kontrollanzeige meiner Körperwaage zu berichten??
Es fällt mir nicht einfach und ich schaffe es auch wahrlich nicht jeden Tag mich an die Faustregel der 80-10-10 Regel zu halben. Aber dank Obst tagsüber und Abends ein leichtes Essen (wie oben beschrieben) stellt sich der Erfolg schon ein wenig ein. Aber seht selbst:


Der Trend ist also klar und sollte bitte auch so weiterlaufen. Bis zu Beginn der Saison ist noch ein Stück. Aber mit dem TSG-Halbmarathon, St. Wendel Halbmarathon, diversen weiteren Läufern stehen auch schon bald die entsprechenden Herausforderungen an.

Bevor ich mich wieder der Arbeit auf dem Schreibtisch widme noch eins:
Wurde ich doch von einem Freund und Laufkollegen schon mehrfach auf Facebook erwähnt, möchte ich mich bei Christian Thomas bedanken. Er hat meinen Blog gelesen und zeigt reges Interesse an dem Lebensstil. Ich drücke Dir Christian ganz fest die Daumen, dass Du den Einstieg in den veganen Genuss genau so problemfrei schaffst wie ich . Go Vegan!!




Dienstag, 14. Januar 2014

Eat more greens and run fast!

Der Winter lässt weiter auf sich warten.
Bei Temperaturen um 5 Grad, kann man wunderbar durch den Winter trainieren.
So kommen Samstags regelmäßig 4-5 Stunden Rad zusammen und auch das Lauftraining schlägt langsam an.

Nur was überhaupt nicht werden will, ist die Anzeige auf der Waage.
Im Vergleich zu letztem Jahr stehen hier einfach 4kg mehr als gewünscht.

In Sachen Ernährung liege ich meiner Meinung nach gut im Rennen. Ich esse alles Grüne (und rohe) was ich in die Finger bekommen kann. Der Grünkohl verschwindet regelmäßig im Mixer und ich fühle mich wirklich gut damit.

Nicht immer ist auch das drin, was drauf steht ;-) 
Grünkohl mit Brokkoli und Granatapfel
Der erste Test wie die Ernährung nun auch im Sport anschlägt stand am 12.1.14 in Rheinzabern vor der Tür.

Nach einer kompletten Woche im 80/10/10 Bereich fühlte ich mich gegen Ende der Woche - trotz Entlastungswoche (11 Stunden) - eigenartig müde und etwas schlapp. Samstags fuhr ich die Beine auf dem Rad nochmal locker (90min) und war eigentlich mehr mit den Einstellungen des Powermeters beschäftigt als das ich mich aufs Kurbeln konzentrieren konnte. Aber wirklich gut gefühlt hatte ich mich nicht.

Sonntags früh ging es dann mit ein paar Freunden unserer Triathlon-Abteilung zum 15er in Rheinzabern.
Zum Frühstück gibts Bananen mit Datteln und auf der Fahrt einen Liter Traubensaft-Schorle.

In Rheinzabern angekommen, musste man sich bei Nebel und -2 Grad erst mal sortieren und auch motivieren. Beim Einlaufen und beim Anblick der mehr als tausend Teilnehmer aber stellt sich auch die Motivation ein. Kalt und etwas glatt, aber im Großen und Ganzen wirklich gutes Laufwetter.

Mit neuem Shirt (GO VEGAN) lief es erstaunlich gut. Vor 4 Wochen kam ich hier noch mit völlig unakzeptablen 40min auf 10km rein.
Dieses mal steht die Durchgangszeit bei 10km bei 38:25min. Soweit so gut.
Zwischen km 10 und 12 ein leichtes Tief aber dann geht es ja schon ins Ziel.

Ab km13 wusste ich, dass ich unter 58min ins Ziel kommen werde und konnte schon wieder ein wenig rausnehmen.
http://www.strava.com/activities/105799591

Alles in Allem bin ich mit meinen 57:53min zufrieden und hoffe auf den anstehenden 20er und einen weiteren Formaufbau.





Was aber wichtig ist: Ich habe das Gefühl der Obst- und Gemüserohkost im 80/10/10 Bereich wirklich Power ohne Ende zu haben. Vorausgesetzt ich esse genug (was dann wirklich viel ist). Ich bin gespannt wie es sich weiter entwickelt.

GO VEGAN and FruitYourself